Digitale Lektion 1: Zeit

Zwei Auberginen, eine reif, die andere verschrumpelt, vor Papier voller Strichlisten

Time von Sara Lando auf Flickr

Zeit

für eine neue Beitragskategorie, die digitalen Lektionen. Kurze Zwischenrufe, die meine allgemeinen Erfahrungen und Erkenntnisse aus der digitalen Welt skizzieren. Heute das Thema: Zeit(aufwand).

Das Erlernen digitaler Techniken frisst ganz ordentlich Zeit für Informationssuche, Einüben und Entscheiden, ob sie meinen Bedürfnissen entsprechen. Wie schnell wird sich der Aufwand amortisieren?

Zweifel und Misserfolg können hier schnell wieder zum Rückfall in alte Praktiken führen.

6 Gedanken zu „Digitale Lektion 1: Zeit

  1. Liebe Amy,

    wenn ich meine tatsächlichen Bedürfnisse kennen würde, was das digitale Schreiben angeht, wäre mir schon sehr geholfen. Im Moment falle ich in diesem Neuland von einem Graben in den nächsten und bin immer ganz glücklich, wenn ich meinen Zopf erwische, um mich wieder herauszuziehen. Ich kann aber auch irgendwie keinen Graben auslassen, es könnte ja ein Schatz drin sein. So fühle ich mich derzeit ziemlich getrieben und die Zeit rast dahin. In meinem eigenen Blog bekomme ich immer hin ab und zu Boden unter die Füße und konnte schon eine Leiter anlegen, um bequemer dem digitalen Sumpf entsteigen zu können.

    Liebe Grüße
    Anne-Küchen-marie

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    • Liebe Küchenmarie,
      du machst das doch ganz wunderbar mit deinem Blog – ich merke jedenfalls nichts von den beschriebenen Gräben. Im Gegenteil, du kommst mir unheimlich souverän und produktiv vor. Da könnt ich glatt neidisch werden.
      Getrieben fühle ich mich auch, besonders durch die Vernetzung. Das sind halt social media live, unter Normalbedingungen jenseits des BKS läuft es nicht anders. Ich gönne mir jedenfalls den Luxus, Beiträge aus meiner Blogospäre nur zu kommentieren, wenn der Impuls dazu aufkommt. Und nicht zu denken, Mensch, da müsstest du jetzt mal vorbeischauen und was nettes schreiben. Bei mir sollst du dir das auch gönnen, gell? Amy

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  2. Liebe Amy,
    bei der Lektüre der Einträge deines Blogs schwirrt mir der Kopf. Bei dem vorangehenden Eintrag über die digitalen Notizen hatte ich das Gefühl einen in Fremdsprache verfassten Text zu lesen. Was ist los mit mir? Bin ich eine unverbesserliche Nostalgikerin, weil ich mir nicht vorstellen kann, meine Notizen auf irgendwelchen Geräten zu machen?
    Aber da fällt mir auf, dass meine Aversion gute Gründe hat. Den ersten nennst du: der ungeheure Zeitaufwand, der damit verbunden ist, Herrscherin über die Anwendungen zu werden (denn sonst werden sie wieder mich beherrschen — ich kenne das schon). Der andere ist die unmittelbare Sichtbarkeit meiner schriftlichen Notizen, bei denen der Mangel an System das System ist. Vor Jahren habe ich versucht, mein Telefon als Kalender zu nutzen. Weil mein Telefon aber nie aufgeschlagen irgendwo rumlag, habe ich ständig Termine vergessen.
    Dennoch ist es faszinierend, dass es da eine ganze, mir bis jetzt völlig unbekannte Welt gibt, die du hier so hingebungsvoll ergründest.
    Ich werde mal immer wieder vorbeischauen, um zu sehen, ob nicht doch was für mich dabei ist.
    Sei lieb gegrüßt von Feodora.

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    • Liebe Feodora,
      du magst es vielleicht nicht glauben, aber deine Worte tun mir gut. Also dass zum Beispiel mein Geschreibsel auf dich wie eine Fremdsprache wirkt. Denn ich werde das Gefühl nicht los, dass ich mich schrecklich naiv und unbeholfen in den digitalen Welten bewege. Ich habe lange gehadert, ob ich die digitalen Lektionen einführen soll, weil sie so schlicht sind. Oder ob ich sie nicht einfach Binsenweisheiten taufe.
      Und hingebungsvoll – ich weiß nicht. Ich wollte erst über ein viel persönlicheres Thema bloggen. Meine Motivation wäre viel größer, jedoch entschied ich, dass es nicht in eine öffentliche Umgebung gehört. Du tust richtig daran, meine Seite nur sporadisch zu beehren, wenn andere Themen für dich wichtiger sind. Sonst verzettelst Du dich in unserer (begrenzten) Blogosphäre. Ich zähle nicht die Kommentare, die mir jemand schenkt.
      Wenn ich Autorensoftware bespreche, lade ich dich extra ein – die Erinnerung übernimmt mein Telefonkalender:)))
      Auf bald, Amy

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      • Liebe Amy, danke dass du mich aus der Pflicht einlässt, sozusagen — aber ganz so schlimm ist es nun auch nicht: ich will doch auch lernfähig sein und mich nicht dem Neuen per se verweigern. Und in einer Hinsicht kann ich dich in der Tat beruhigen: dein Geschreibsel wirkt auf mich überhaupt nicht naiv, sondern als würdest du dich geschmeidig und kenntnisreich mit deinen Testobjekten auseinandersetzen. Das wirkt alles überaus professionell hier!
        liebe Grüße, Fe.

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  3. Liebe Amy,
    das Bild finde ich ganz herrlich – ich habe auch oft den Eindruck, wenn ich (fluchend) mit irgendeiner PC-Anwendung kämpfe, dass nicht nur meine Zeit dahin schrumpft, sondern auch meine Haut und ich faltig und grauhaarig den Kampfplatz verlasse.
    Aber aller Anfang ist schwer. Ich denke schon, dass viele Programme, wenn sie funktionieren und man im Umgang sicher geworden sind, eine Zeitersparnis für die Arbeit bringen. Die Kehrseite ist natürlich die totale Abhängigkeit vom Funktionieren. Ich kann mich an einige Tage bei meinem früheren Arbeitgeber erinnern, wo manchmal wegen Serverausfall (oder weiß Gott was) alle Systeme lahm lagen und wir Mitarbeiter eine halbe Stunde lang auf den Fluren plauderten. Schön mir mich. Horror für den Arbeitgeber (Zeit ist Geld).
    Vielen Dank für deine interessanten Beiträge.
    Herzliche Grüße
    Ulrike

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